Töten im Sinne der §§ 211 ff. StGB

Die Strafvorschriften des 16. Abschnitts des StGB („Straftaten gegen das Leben“), namentlich die §§ 211 (Mord), 212 (Totschlag), 216 (Tötung auf Verlangen) und 222 (Fahrlässige Tötung) verlangen die Tötung bzw. die Verursachung des Todes eines anderen Menschen.

Beispielhaft heißt es in § 212 Abs. 1 StGB:

Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

Da es im allgemeinen Teil des Strafrechts einen ganzen Haufen von Problemen gibt, die häufig im Rahmen der Tötungsdelikte verhandelt werden, lohnt es sich, eine kleine Definition zu lernen, um ein wenig den Blick für diese Probleme zu schärfen. Die Definition für „töten“ lautet daher:

Töten ist das kausale und zurechenbare Herbeiführen des Todes.

Anzumerken ist, dass als „Tod“ in diesem Sinne lange der Herz- und Kreislaufstillstand angesehen worden ist, was aber mittlerweile von der Entwicklung der Intensiv- und Transplantationsmedizin eingeholt wurde. Heute ist mit dem Tod im strafrechtlichen Sinne der Hirntod gemeint ist. Dieser wird als „irreversibles Erloschensein der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstammes bei einer durch kontrollierte Beatmung noch aufrechterhaltenen Herz- und Kreislauffunktion (Fischer Vor §§ 211-217, Rn. 15 m. w. N.) definiert, wobei wir nicht empfehlen, diese (letztgenannte) Definition auswendig zu lernen.

Und um ganz sicher zu gehen: Natürlich ist das Beitragsbild irreführend. Wir empfehlen hier einen Blick ins Tierschutzgesetz.

 

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